Rheumafoon - Steckbriefe

Hallo, mein Name ist Jana Gehmlich und ich wohne im schönen Köln. Im Alter von 20 Jahren erkrankte ich an undifferenzierter rheumatoider Arthritsis. Seit der Geburt meines ersten Kindes bin ich in vollständiger Remission. Durch meine eigene Krankheitsgeschichte und meine Arbeit als Lehrerin kann ich mich jedoch gut in die Sorgen und Nöte von Kindern und jungen Erwachsenen mit der Diganose Rheuma hineinversetzen. Habt ihr Fragen rund um das Thema Rheuma, dann meldet euch einfach bei mir. Ich freue mich über euren Anruf.

Ich heiße Friederike Pletz, bin 24 Jahre alt und seit kurzem, nach 5 Jahren Studium, frisch gebackene Apothekerin. Seit meinem zweiten Lebensjahr bin ich an Rheuma erkrankt, mit allen lästigen und lustigen Begleiterscheinungen die die Krankheit mit sich bringen kann. Aber mit Mut und Entschlossenheit kann man viel erreichen. Wenn  Ihr Fragen habt, einfach anrufen oder  motivieren lassen wollt – ich bin für euch da und freue mich auf Eure Anrufe.

Mein Name ist Mira Winterstein, ich bin 27 Jahre jung und bin seit über 17 Jahren am systemischen Lupus Erythematodes erkrankt. Seit vielen Jahren arbeite ich nun in der Selbsthilfegemeinschaft e.V. Zuerst habe ich eine Gruppe für Jugendliche (JuLE) bundesweit gegründet und über Jahre geleitet. Vor einem Jahr bin ich nach Wuppertal gezogen und arbeite in der Geschäftsstelle unseres Vereins, der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V. Besonders gut kenne ich mich natürlich mit Lupus aus und all den vielen rechtlichen Dingen. Aber auch über die anderen Krankheitsbilder habe ich schon viel gelernt oder weiß ansonsten, wer noch besser Bescheid weiß. Durch meine Erkrankungen, habe ich selbst sehr viel zu tragen. Ich weiß wie es ist, wenn man krank ist, Schmerzen hat und einfach traurig ist.

Ich heiße Natascha Schwenk, bin 79ger Jahrgang und mit meinem 1. Lebensjahr  wurde bei mir eine juvenile rheumatoide Arthritis mit Iridocyclitis diagnostiziert. Nach dem ich andauernd hinfiel und meine Gelenke entzündet waren, wurde ich sehr schnell in die Spezial- Klinik nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Kurz darauf erfasste das Rheuma das linke Auge. Ich bekam eine Iridocyclitis, eine seltene Iriserkrankung, die vor allem bei jungen Rheumatikern auftritt. Deshalb wurde ich mit 2 ½ Jahren bereits operiert. Teile der Entzündung wurden entfernt. Seitdem bin ich auf dem linken Auge blind. Bis zur ersten Klasse war ich oft im Krankenhaus, aber an das meiste erinnere ich mich nicht mehr. Die Krankheit kam zum Stillstand, so dass ich später relativ „normal" aufwachsen konnte! Das Rheuma brach erst 1995, als meine Tochter geboren wurde, wieder aus. Meine Gelenke schwollen wieder an, aber die Ärzte verkannten, dass es wieder Rheuma sein könnte. Ich wurde fast ein Jahr fehlbehandelt, bis ich endlich wieder in die Klinik nach Garmisch-Partenkirchen kam. Es war eine schlimme Zeit, ich konnte vor Schmerzen nicht mehr laufen, ich konnte mein Kind und mich nicht versorgen und musste meine Lehre abbrechen.

Erst nach zwei Jahren (1997) war ich wieder in der Verfassung eine neue Ausbildung (zur Zahntechnikerin) zu beginnen. Leider ging die schleichende Zerstörung meiner Gelenke weiter, so dass ich die Ausbildung nur mit vielen Auszeiten fortführen konnte. Statt 3 ½ war ich 4 Jahre in der Ausbildung, aber im Sommer 2001 hatte ich meinen Gesellenbrief endlich in der Tasche. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam ich eine Arbeitsstelle, musste aber zwei Jahre später schon wieder aufhören, da die körperliche Belastung zu groß wurde. Im September 2003 bekam ich ein künstliches Knie und seit Oktober 2003 bin ich berentet und seitdem habe ich mich immer mehr mit der Beratung in der Rheuma-Liga beschäftigt...Privat bin ich seit 2008 zum zweiten mal Mutter geworden und habe trotz Rheuma ein normales Leben.Über Euren Anruf freue ich mich sehr...bis bald eure Natascha

Für den Thüringer Raum berät euch gerne die 30-jährige Stefanie Senftleben. Sie ist selbst seit vielen Jahren an juveniler rheumatoider Arthritis erkrankt und kann besonders zum Thema Kinderwunsch, Schwangerschaft und Co nützliche Informationen weitergeben, da sie selbst Mutter zweier Kinder im Alter von 7 und 1 Jahren ist.

Moin, mein Name ist René Witt und ich wohne in der Hansestadt Rostock, da wo andere Urlaub machen. 1989 im Alter von 18 Jahren hatte ich meine ersten großen Beschwerden. Da sie aber nach einigen Tagen immer wieder weggingen, bin ich erst nach Jahren zum Arzt und da ging alles sehr schnell. Innerhalb von wenigen Monaten stand die Diagnose „Morbus Bechterew“, in kürzester Zeit hatte ich einen Termin beim Rheumatologen und bekam schnell Hilfe - nicht nur medikamentös und physiotherapeutisch. Ich erhielt auch die Adresse der Deutschen Rheuma-Liga und den Tipp, mich da mal zu melden. Einige Tage später bin ich in der Beratungsstelle der Rheuma-Liga Mecklenburg-Vorpommern gewesen, wo ich gut informiert wurde und auch gleich Mitglied geworden bin. Aus heutiger Sicht konnte mir nichts Besseres passieren, denn durch die Rheuma-Liga habe ich so viel Hilfe erfahren und auch Hilfe weitergeben können. Heute im Alter von 45 Jahren stehe ich dank den Medikamente, der Physiotherapie, den guten Ärzten und nicht zuletzt der Rheuma-Liga mitten im Leben. Natürlich gibt es immer mal wieder einen Rückschlag, aber dank der Selbsthilfe gehe ich gestärkt meinen Weg.