
Dietlinde Greiff, geb. 1939, lebt in Berlin

„Mit 40 ging`s mit dem Rheuma in den Gelenken los.“ Damals war sie der Liebe ihres Lebens in den Westen gefolgt. Mit der Liebe, das wurde dann nichts. Stattdessen: Neuanfang mit Null. Der neue Job war ungeliebt und zum Teil auch problematisch, trotz mehrerer politischer Funktionen und interessanter Forschungsarbeit, wurde er zum Albtraum. Heute würde man es wohl Mobbing nennen. Psychisch sehr angeschlagen, unternahm sie erfogreich eine Psychotherapie. Beim Krankenhausaufenthalt kam dann der Rheumafaktor zutage.
Heute gibt es kaum ein Gelenk, das nicht mehr oder weniger betroffen ist. Die Entzündungen haben die Gelenke teilweise so ausgebrannt, so dass die Knochen aufeinander reiben. Polyarthrosen nennen das die Ärzte. Eine künstliche Hüfte rechts und eine Zysten-OP am Fußgelenk waren nicht zu umgehen. Gegen die Schmerzen nimmt sie Medikamente. Ein Mal im Sommer und ein Mal im Winter läßt sie sich beim orthopädischen Schuhmacher neue Schuhe präparieren. „Alles andere, was mit Geld verbunden ist, kann ich mir nicht leisten“, gesteht sie.
Wohltuend für die Psyche erlebt sie ihre künstlerische Arbeit. „Seit zehn Jahren schreibe und male ich oder stehe wieder vor Publikum. Ich bin sicher, das trägt mit dazu bei, dass die Krankheit nicht so fortschreitet.“
Sicher spielt auch die Wassergymnastik in der Rheuma-Liga-Gruppe ein Rolle. „Gott sei Dank, dass das jetzt weiter verordnet wird! Das tut einfach den Gelenken gut.“ Demnächst will sie Nordic Walking ausprobieren, vorausgesetzt die Füße machen mit. Und ganz ungefragt fügt sie hinzu: „Mir sind die Leute in der Berliner Rheuma-Liga echt sympathisch. Die meisten machen das doch ehrenamtlich und das finde ich einfach toll.“
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes