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Welt-Rheuma-Tag 2009: Dominik Bock


Dominik Bock, 22 Jahre, lebt in Nürnberg

Dominik Bock
Dominik ist bekennender Franke. Ein warmes, rollendes „RRR“ lässt die Heimat   erahnen. “Hier gibt’s das beste Bier und den schmackhaftesten Leberkäs`. Der dunkelhaarige junge Mann mit dem modischen schmalen rundum Bärtchen ist von kräftiger Statur, immer locker drauf, schneidet gerne Grimassen und kuschelt schon mal verliebt mit der Freundin, die ihn zum Foto Shooting begleitet.
Das Rheuma hat der 22jährige weitgehend hinter sich. Remission nennen es die Ärzte. Die Gelenkentzündungen, die ihn seit der Kindheit peinigten und immer wieder in Schüben aufflammten, kamen im Alter von 15 Jahren zum Stillstand. Heute, mit 22, kann er auf Medikamente derzeit ganz verzichten.

Das war jahrelang anders. Im Alter von sechs wurde bei Dominik die Juvenile idiopathische Arthritis diagnostiziert. Gegen die Schmerzen und Entzündungen musste er MTX nehmen. „Die Spritzen waren grauenhaft.“ Allein die Erinnerung daran bringt die Übelkeit zurück. Arthroskopien, Kniepunktionen, alles Mögliche wurde mit dem kleinen Kerl damals angestellt, weil nichts wirklich half. Von den vielen Schmerzmitteln bekam er Magengeschwüre. „Ich war eigentlich nur noch fix und fertig.“

Richtig schlimm war es während der Schuljahre. „In der Früh bin ich wegen der Gelenksteife buchstäblich nicht aus dem Bett gekommen“, erinnert er sich. Weil die Knie, Schultergelenk und Sprunggelenk sich immer wieder entzündeten, wurde er mit 12 Jahren vom Sportunterricht befreit.  Schlimmer noch als die Schmerzen war, dass manche Lehrer und Mitschüler ihn wie einen Simulanten behandelten. „Man sah ja nix.“  Wöchentlich mußte er damals zur Krankengymnastik. „Das stand mir irgendwann bis hier hoben“, klagt er. Vielleicht beruht auch seine Abneigung gegen jegliche Art von Sport aus dieser Zeit. Die siebte Klasse hat er dann freiwillig wiederholt, weil er ein halbes Jahr wegen der aggressiven Erkrankung in der Schule fehlte.

Eltern und Geschwister haben ihn immer unterstützt. „Ohne, dass ich da nun eine besondere Rolle eingenommen habe“, meint er. „Zu Hause lief alles so normal wie möglich ab.“ Die Mutter hatte sich bald der Rheuma-Liga angeschlossen und engagiert sich inzwischen als Landeselternsprecherin. „weil mit den rheumakranken Kindern so viel schief läuft und sie nicht die Förderung und Unterstützung erhalten, die nötig ist.“

Für Dominik hat sich letztlich alles gut entwickelt. Er konnte Abitur machen und hat sich für die Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst der Heimatstadt Nürnberg entschieden. Mit dem eigentlichen Traumberuf des Fluglotsen hatte es nicht geklappt. Aber hier in der Stadtverwaltung sieht er viele Möglichkeiten seine Interessen einzubringen. Auch mag er den Kontakt zu Menschen, wie er aktuell im Umgang mit Bürgeranfragen beim Ordnungsamt feststellt.

 




Stand: 02.10.2009
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