FernUni Hagen

Nachdem ich zwei Ausbildungen abbrechen musste und auch weiterhin gesundheitlich nicht in der Lage war einer geregelten Arbeit nachzugehen, habe ich ein Jahr lang nach einer Möglichkeit gesucht um das Abitur nachzuholen. Das Bildungsministerium hat mir dann die Hoffnung auf den ersehnten Schulabschluss komplett genommen, da man in NRW ohne abgeschlossene Ausbildung nicht zugelassen wird, um auf dem 2. Bildungsweg das Abitur nachzuholen.

Trotzdem wollte ich auf gar keinen Fall einfach zu Hause sitzen und nichts tun. Daher habe ich angefangen zu recherchieren, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gibt mich weiter zu bilden. Klar, es gibt eine große Auswahl an Fernlehrgängen, auch um einen besseren Schulabschluss zu erreichen, aber die sind teuer und nicht unbedingt erfolgversprechend.

Durch Zufall habe ich dann herausgefunden, dass es in England eine Fern-Universität gibt, an der man auch ohne Abitur studieren kann. Aber auch dort sind die Studiengebühren unbezahlbar hoch. Aber da das Prinzip dieser Uni interessant war, habe ich gezielt nach solchen Angeboten in Deutschland gesucht und bin auf die FernUni Hagen gestoßen. Die Auswahl an Fachgebieten und Kursen ist recht groß und auch ohne Abitur kann ich dort ein sog. Akademiestudium machen.
Jetzt bin ich im 1. Semester und bin absolut zufrieden mit dem Angebot und der Betreuung. Die Kosten sind überschaubar, da keine Studiengebühren erhoben werden, sondern nur Bezugsgebühren für die Materialien. Für ALG-Empfänger gibt es die Möglichkeit, dass die Gebühren ermäßigt bzw. sogar erlassen werden.

Ich finde, die FernUni Hagen ist ideal für Menschen, die nicht immer fit genug sind um regelmäßig an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen. Dafür kann man auf alles wichtige Online zugreifen, legt sein Lernpensum für jedes Semester selber fest und teilt sich seine Zeit frei ein.
Es gibt die Möglichkeit Voll- oder Teilzeit zu studieren, oder aber auch nur einzelne Kurse zu belegen. Zudem gibt es an der Fern Uni eine Schwerbehindertenvertretung, sowie Beauftragte für behinderte und chronisch Kranke.
Außerdem kommt die Uni Behinderten und chronisch Kranken bei Klausuren und Prüfungen sehr entgegen: Schreibzeitverlängerungen und je nach Einschränkung gibt es sogar die Möglichkeit Prüfungen zu Hause unter Aufsicht zu schreiben, oder sogar statt einer Klausur eine Hausaufgabe zu schreiben.

In ganz Deutschland sind Studienzentren, in denen man sich beraten lassen kann und in denen  Informationsveranstaltungen stattfinden.
Ich selber bin froh dass es die FernUni gibt und ich nicht mehr "verblöden" muss, nur weil ich oftmals stark von der Mobilität her eingeschränkt bin.
Die Mentoren sind freundlich und hilfsbereit, wenn man eine Aufgabe mal nicht zum Termin abgeben kann trifft man auch hier auf Verständnis. Ich würde die Fern Uni Hagen jederzeit weiterempfehlen.

D.Wendlik