Startlinie des Kristallmarathons

Aktiv gegen Rheumaschmerzen - Laufen in einem Salzbergwerk

Vor dem Start zum Kritstallmarathon

Ich möchte Euch hier an einem faszinierenden Erlebnis teilhaben lassen. Gemeinsam mit guten Freunden und weiteren 500 Läufern begab ich mich am 15. Februar 2014 auf ein Laufabenteuer.

Zusammengepfercht in einem engen Aufzug mit 20 Läufern ging es in einer rasanten Fahrt in 500 Meter Tiefe, rein in das stillgelegte Erlebnis Bergwerk Merkers in Thüringen. Dort findet jährlich der Kristallmarathon statt. Vom Aufzugausstieg kletterten wir auf die Ladefläche eines LKW's und wurden dann 2,5 km weiter in den Stollen gefahren. Bei der Deckenhöhe von teils nur zwei Metern war ich sehr froh einen Helm zu tragen.

Zum Start musste jeder Läufer seinen Helm und eine Stirnlampe tragen, was auch wirklich wichtig war. Ich wagte mich an den 10 km Lauf in dieser ungewohnten Umgebung. Schon 500 Meter nach dem Start kam der erste Berg, wie er sich zumindest für mich anfühlte, den ich meistern musste. Die gesamte Laufstrecke war hügelig, kurvig und uneben, wobei ich ca. 180 Höhenmeter zurücklegte. Teilweise lief ich ganz alleine durch den dunklen Stollen und war sehr froh über meine Stirnlampe, die mir den Weg und vor allem die Bodenbeschaffenheit zeigte. Teils ging es sehr steil wieder runter, teilweise lagen Salzkrumen, rutschig wie Schotter auf dem Boden. Alle 1,5 km waren Getränkestände aufgebaut, an denen ich jedes Mal Halt machte und weiter angefeuert wurde. Durch das Salzgestein ist die Luft mit 20 Prozent Luftfeuchtigkeit sehr trocken, bei einer angenehmen konstanten Temperatur von 21 Grad. Natürlich habe ich auch mal am Salzgestein geleckt, um den Salzgeschmack zu testen – nicht lecker.

Nach drei Runden Abenteuer pur erreichte ich nach 10 Kilometern endlich das Ziel, ohne Blessuren und einer persönlichen Laufbestzeit von 73 Minuten. Am Ziel wurde mir meine erste Medaille umgelegt. Ganz verrücke Läufer liefen unter Tage weiter die Halbmarathon- und sogar Marathondistanz von 42,195 km im Stollen. Nach einer Stärkung aus Radler und original Thüringer Bockwurst unter Tage ging es wieder mit dem Lastwagen zum Aufzug und hoch an die frische Luft.

Trotz Rheuma und Asthma ging es mir die ganze Zeit super gut, und ich bin glücklich dieses unbeschreibliche Erlebnis mitgemacht zu haben. Jedoch ohne die Menschen, die mich begleiteten und an mich glaubten, hätte ich mich auf dieses Abenteuer niemals eingelassen.

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