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Bundeskonferenz 2020: Corona fördert die Kreativität

Ein paar Stunden Onlinetreffen statt einem gemeinsamen Wochenende – kann ein virtuelles Meeting wirklich die Bundeskonferenz ersetzen? Nein – aber dennoch gab die digitale Konferenz wertvolle Impulse.

Eigentlich hätte … Ja, auch diese Geschichte beginnt mit einem Satz, den keiner mehr hören kann und will. Die Vertreter von Junge Rheumatiker und Eltern tagen alle zwei Jahre gemeinsam für ein Wochenende, um sich über den Stand der Dinge auszutauschen und Themen zu vertiefen. Wir hatten große Pläne und Ideen. Aber weil dieses Jahr alles ein bisschen anders ist, haben wir unsere Pläne um ein Jahr verschoben. Und wir, die Vertreter von Junge Rheumatiker und Eltern, haben uns „nur“ für ein paar Stunden an einem Samstag gesehen, ohne dass nur ein Fuß vor die Tür gesetzt werden musste.

Die Frage, die man sich sicher stellen kann und muss ist: Kann das überhaupt gut gehen? Bringt das etwas, eine virtuelle Bundeskonferenz? Die Teilnehmer haben in der Abschlussrunde darauf eine eindeutige Antwort gefunden: Bitte mehr! Wir haben uns also virtuell getroffen, und bevor Themen wie die Vernetzung in der Eltern- und Jugendarbeit in kleineren Gruppen diskutiert wurden, haben die Teilnehmer ihre Wünsche und Vorstellungen geteilt. Die Teilnehmer hatten eine Vernetzung der Verbände und Ansprechpartner ebenfalls auf dem Wunschzettel und somit bot sich eine tolle Grundlage für die folgende Gruppenarbeit. In drei Gruppen sprachen wir über die Vernetzung der Ehrenamtlichen, die Strukturen in der Rheuma-Liga (mit Blick auf die Gruppe der 35- bis 50-Jährigen) und über mögliche Themen für die Ausschüsse.

Die drei Gruppen haben erstaunlich ähnliche Ergebnisse erarbeitet und man war sich einig, dass Wissen und Kontakte verloren gehen, wenn Engagierte aus der Jugendarbeit altersbedingt mit 35 Jahren ausscheiden. Es sei denn, sie können sich gut weiter engagieren. Müsste man eine neue Struktur entwickeln? Oder gibt es eine alternative Lösung, um das Wissen und das Know-how zu retten? Die Gesellschaft hat sich gewandelt. Viele junge Rheumatiker können, wie wir es auch mit unserem Projekt „Chronische Talente“ zeigen, ganz normal arbeiten. Auch der Un­terstützungsbedarf ist bei den über 35-Jährigen anders als bei den Anfang 20-Jährigen. Bei ihnen steht oftmals die Familienplanung, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Vorder­grund.  

Im Themenblock Vernetzung wurde klar herausgearbeitet, dass virtuelle Treffen nicht Präsenzveranstaltungen ersetzen können. Der Austausch am Rand und abends geht einfach verloren. Trotzdem wurde ein Bedarf in den Arbeitsgruppen gesehen, sich öfters auszutau­schen. Aus einzelnen Verbänden wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt, und auch die neuen Medien wurden als Instrument häufig angeführt.

Gute Vernetzung innerhalb der Ehrenamtlichen in der Eltern- und Jugendarbeit

Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln können wir eine gute Vernetzung erreichen. Die Pflege der Kontakte und der Ansprechpartner­strukturen wird dann die eigentliche Arbeit der Ausschüsse und Ansprechpartner in den Verbänden sein. Wir freuen uns auf die zukünftigen Aufgaben.

Eins wurde klar: Wir müssen unsere Arbeit noch stärker bewerben. Das gilt für die jungen Rheumatiker, aber ganz besonders für die Elternarbeit. Wir müssen unsere Zielgruppen stärker dort abholen, wo sie sind, und für unsere Angebote begeistern – heute auch auf neuen Wegen.

Wichtig war den Teilnehmern, dass sie bei der Weiterentwicklung der Ergebnisse einbezo­gen werden – vielleicht sogar in einem weiteren Onlineaustausch?

Wir freuen uns über so viel Engagement und hoffen, weiter mit euch in Kontakt zu bleiben und euch nächstes Jahr wieder vor Ort sehen zu können.

Autorin: Sabine Schanze ist Erste Vorsitzende der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft und im Ausschuss Junger Rheumatiker.